Tesamorelin ist ein FDA-zugelassenes 44-AA GHRH-Analogon.

1. Nomenklatur und Identifikatoren

Tesamorelin (Tesamorelin (Egrifta / TH9507)). Systematische CAS-Nummer: 218949-48-5. PubChem-Zuordnung: 16133772.

2. Struktur und Primärsequenz

Die Primärsequenz von Tesamorelin besteht aus 44 Aminosäuren.

Primärsequenz (44 Aminosäuren):
Hexenoyl-TyrAlaAspAlaIlePheThrAsnSerTyrArgLysValLeuGlyGlnLeuSerAlaArgLysLeuLeuGlnAspIleMetSerArgGlnGlnGlyGluSerAsnGlnGluArgGlyAlaArgAlaArgLeu

3. Physikochemische Eigenschaften

Physikochemische Kennzahlen von Tesamorelin: Molmasse 5135,9 Da, Summenformel C₂₂₁H₃₆₆N⇇₂O₆⇇S.

4. Synthese und Herstellung (SPPS)

SPPS.

Weiterführende Informationen zur Methodik finden Sie im Fachartikel Festphasen-Peptidsynthese (SPPS).

5. Rezeptor und Signalweg

GHRH-Rezeptor-Stimulation.

6. Pharmakokinetik

Pharmakokinetische Eigenschaften von Tesamorelin: Eliminationshalbwertszeit liegt bei ca. 30–45 Minuten.

7. Präklinische Studienlage

Modell Spezies Dosierung Endpunkt Ergebnis Quelle
Tesamorelin Bindungsmodell In-vitro 10 nM Rezeptoraffinität Spezifische Bindung nachgewiesen Tesamorelin Forschungsdokumentation

8. Klinische Studienlage und Zulassung

Der aktuelle klinische und arzneimittelrechtliche Entwicklungsstatus von Tesamorelin ist eingeordnet als: FDA-zugelassenes Arzneimittel (Egrifta®).

9. Regulatorischer Status in Deutschland

In Deutschland fällt Tesamorelin unter arzneimittelrechtliche Bestimmungen nach AMG und HWG sowie relevante Doping-Regularien.

10. Analytik und Qualitätskontrolle

Die analytische Chargenkontrolle von Tesamorelin (5135,9 Da) nutzt hochauflösende RP-HPLC und ESI-Massenspektrometrie.

11. Abgrenzung zu verwandten Peptiden

In der biochemischen Praxis unterscheidet sich Tesamorelin strukturell und funktionell von anderen Vertretern der Kategorie Wachstumshormonachse (GHRH & GHRP).

12. Häufige Fragen (FAQ)

Q: Welche Eigenschaften besitzt Tesamorelin?

Tesamorelin ist ein biochemisch dokumentiertes Molekül aus der Kategorie Wachstumshormonachse (GHRH & GHRP) mit der Summenformel C₂₂₁H₃₆₆N⇇₂O₆⇇S.

13. Einzelnachweise & Literatur

  1. Falutz J. et al. (2007): GHRH in HIV patients. NEJM, 357(23), S. 2359-2370. [PMID:18057338]